„Passwort-Stärke prüfen“ schätzt, wie widerstandsfähig ein Passwort gegen automatisiertes Erraten ist – anhand von Länge, genutzten Zeichenarten und der daraus berechneten Entropie in Bit. Du tippst ein Passwort ein und siehst sofort eine Einstufung von „schwach“ bis „sehr stark“ sowie eine geschätzte Zeit, die ein Angreifer zum Knacken bräuchte. Die Prüfung läuft komplett lokal in deinem Browser, ohne dass irgendetwas gespeichert oder übertragen wird.
So funktioniert die Prüfung
Trage dein Passwort in das Eingabefeld „Passwort“ ein – die Bewertung aktualisiert sich bei jedem Tastendruck live. Als Ergebnis zeigt das Tool drei Werte: die Stärke als Einstufung von „schwach“ bis „sehr stark“, die Entropie in Bit sowie die geschätzte Knackzeit bei einem automatisierten Angriff.
Anders als bei den meisten anderen Tools auf dieser Seite landet dein Passwort dabei nicht in der Adresszeile: Die Prüfung erfolgt ausschließlich lokal in deinem Browser, es lässt sich also auch kein Link mit dem eingegebenen Passwort teilen.
So wird die Stärke berechnet
Der mögliche Zeichenraum wächst mit jeder genutzten Zeichenart: Kleinbuchstaben zählen 26 mögliche Zeichen, Großbuchstaben weitere 26, Ziffern 10 und alle übrigen Zeichen wie Satzzeichen, Leerzeichen oder Umlaute 33. Die Entropie ergibt sich aus Länge × log2(Zeichenraum) – jedes zusätzliche Zeichen und jede weitere Zeichenart erhöht also die Bit-Zahl.
Daraus schätzt das Tool die Knackzeit: 2^Entropie mögliche Kombinationen, geteilt durch eine angenommene Rechenleistung von 10 Milliarden Versuchen pro Sekunde. Ab 80 Bit gilt ein Passwort als sehr stark, ab 60 Bit als stark, ab 40 Bit als mittel, darunter als schwach.
Beispiel
Das Passwort Passwort123 hat 11 Zeichen und nutzt Klein-, Großbuchstaben sowie Ziffern, also einen Zeichenraum von 26 + 26 + 10 = 62. Die Entropie beträgt 11 × log2(62) ≈ 65 Bit, das Tool zeigt die Stufe „stark“ und eine geschätzte Knackzeit von rund 1,7 Jahrhunderten.
Zum Vergleich: Das gleich lange Tr0ub4dor!3 nutzt zusätzlich ein Sonderzeichen (Zeichenraum 95) und kommt auf 72 Bit (180 Jahrhunderte) – ebenfalls nur „stark“. Das rein aus Kleinbuchstaben bestehende, aber längere wolkenhimmelbaum (16 Zeichen, Zeichenraum lediglich 26) übertrifft beide rechnerisch mit 75 Bit und rund 1.383 Jahrhunderten – ein Beleg dafür, dass zusätzliche Länge mehr bringt als zusätzliche Zeichenarten. Weil es aber aus drei aneinandergereihten echten Wörtern besteht, wäre gerade dieses Beispiel bei einem gezielten Wörterbuch-Angriff in der Praxis vermutlich deutlich schneller zu erraten, als die reine Bit-Zahl nahelegt (siehe FAQ).
Wofür brauche ich das?
- Neues Passwort wählen: Bevor du ein Passwort für einen wichtigen Account wie E-Mail oder Online-Banking festlegst, prüfst du kurz, ob es als „stark“ oder „sehr stark“ eingestuft wird.
- Bestehendes Passwort einschätzen: Du willst wissen, wie lange ein bereits genutztes Passwort einem automatisierten Angriff rechnerisch standhalten würde.
- Passwortrichtlinien nachvollziehen: Vorgaben wie „mindestens 12 Zeichen, ein Sonderzeichen“ lassen sich mit der Entropie-Formel auf ihre tatsächliche Wirkung hin prüfen.