Leasing oder Kauf

Leasing oder kaufen? Stellt die Gesamtkosten beider Wege über den gleichen Zeitraum gegenüber – Leasingraten samt Sonderzahlung gegen Wertverlust und Finanzierungszinsen.

Gilt für beide Seiten – nur über denselben Zeitraum sind sie vergleichbar.
Die Anzahlung zu Beginn. 0, wenn keine vereinbart ist.
Beim Leasing einmalig fällig. Beim Kauf stecken sie meist schon im Kaufpreis.
Nur beim Leasing mit Kaufoption. 0, wenn du den Wagen zurückgibst.
Was du beim Kauf sofort bezahlst. Der Rest wird finanziert.
Für den finanzierten Teil. 0 bei einer Null-Prozent-Finanzierung oder beim Barkauf.
Was der Wagen am Ende noch wert ist. Bei einem Neuwagen nach drei Jahren grob die Hälfte bis 60 % vom Kaufpreis.

Leasing gegen Kauf

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Über HTTP
https://utilico.de/api/rechner/leasing-oder-kauf?laufzeit=36&sonderzahlung=3000&leasingrate=369&ueberfuehrung=1190&schlussrate=0&kaufpreis=32000&eigenkapital=3000&zins=5.9&restwert=18000 antwortet mit JSON – dieselben Feldnamen, ohne Anmeldung. Dabei rechnet unser Server; auf dieser Seite rechnet dein Browser. Mehr dazu: JSON-API.

Leasing oder kaufen? Die Frage lässt sich nicht an der Monatsrate entscheiden, denn die beiden Wege kosten an verschiedenen Stellen Geld: Beim Leasing zahlst du Sonderzahlung, Raten und Überführung und gibst den Wagen danach zurück. Beim Kauf zahlst du einmal den Preis, dafür gehört dir am Ende ein Auto, das noch etwas wert ist – die Kosten sind also der Wertverlust plus die Zinsen der Finanzierung. Dieser Rechner stellt beide Summen über dieselbe Laufzeit nebeneinander und sagt, welcher Weg günstiger ist und um wie viel.

So funktioniert der Vergleich

Ganz oben steht die Laufzeit in Monaten. Sie gilt für beide Seiten, denn nur über denselben Zeitraum sind sie vergleichbar – ein Dreijahresleasing gegen eine Fünfjahresfinanzierung zu rechnen, ergibt keine Antwort.

Darunter stehen die vier Angaben aus dem Leasingangebot: Sonderzahlung, monatliche Rate, Überführung samt Zulassung und – falls vereinbart – die Schlussrate. Danach folgen die vier Angaben zum Kauf: Kaufpreis, Eigenkapital, Sollzins für den finanzierten Rest und der Restwert nach Ablauf der Laufzeit.

Die Leasingzahlen stehen im Angebot, der Restwert nicht – den musst du schätzen. Der Rechner schreibt deshalb unter das Ergebnis, aus welchen Posten beide Summen entstanden sind, damit sichtbar bleibt, welche Zahl wie viel Gewicht hat.

So wird gerechnet

Die Leasingseite ist eine Addition. Alles, was du zahlst, wird zusammengezählt, und der Wagen geht danach zurück:

Leasing = Sonderzahlung + Rate × Monate + Überführung

Die Kaufseite ist der interessantere Teil. Der Kaufpreis selbst ist keine Kostenposition – er verwandelt sich in ein Auto, das nach der Laufzeit noch einen Wert hat. Was der Kauf wirklich kostet, ist die Differenz zwischen beidem, also der Wertverlust, plus die Zinsen für den finanzierten Teil:

Wertverlust = Kaufpreis − Restwert
Darlehen = Kaufpreis − Eigenkapital
Kauf = Wertverlust + Zinsen

Die Zinsen entstehen aus einem klassischen Annuitätenkredit über dieselbe Laufzeit. Der Sollzins pro Jahr wird durch 12 geteilt, daraus ergibt sich die konstante Monatsrate Rate = Darlehen × Monatszins / (1 − (1 + Monatszins)^−Monate), und die Zinsen sind alles, was über das Darlehen hinaus zurückgezahlt wird. Bei 0 % rechnet der Rechner schlicht Darlehen geteilt durch Monate.

Die Schlussrate ist der Sonderfall. Wer sie zahlt, gibt den Wagen nicht zurück, sondern besitzt ihn danach. Deshalb wird der Restwert in diesem Fall auch auf der Leasingseite gegengerechnet, genauso wie beim Kauf – sonst würden zwei verschiedene Dinge verglichen.

Beispiel

Ein Neuwagen für 32.000 € über 36 Monate. Das Leasingangebot verlangt 3.000 € Sonderzahlung, 369 € im Monat und 1.190 € für Überführung und Zulassung. Das ergibt 3.000 € + 36 × 369 € + 1.190 € = 17.474 €, also 485,39 € im Monat.

Beim Kauf legst du 3.000 € Eigenkapital hin und finanzierst die restlichen 29.000 € zu 5,9 % Sollzins. Die Monatsrate beträgt 880,92 €, über 36 Monate zahlst du damit 2.713,22 € an Zinsen. Nach drei Jahren ist der Wagen noch 18.000 € wert, der Wertverlust beträgt also 32.000 € − 18.000 € = 14.000 €. Zusammen kostet der Kauf 14.000 € + 2.713,22 € = 16.713,22 € oder 464,26 € im Monat.

Ergebnis: Der Kauf ist 760,78 € günstiger – rund 21 € im Monat. Nah genug beieinander, dass ein anderer Verkaufspreis das Ergebnis drehen kann, und genau darum lohnt es sich, den Restwert einmal optimistisch und einmal vorsichtig einzusetzen.

Was den Ausschlag gibt

  • Der Restwert. Er ist die einzige geschätzte Zahl in der Rechnung und zugleich die größte. Wer ihn zu hoch ansetzt, rechnet sich den Kauf schön. Ein Neuwagen verliert in den ersten drei Jahren grob 40 bis 45 % seines Wertes, bei manchen Modellen deutlich mehr.
  • Die Haltedauer. Leasing kostet in jedem Zyklus dasselbe. Der Kauf wird mit jedem Jahr günstiger, das du den Wagen darüber hinaus fährst – nach der Finanzierung fällt nur noch der Wertverlust an, und der wird von Jahr zu Jahr kleiner.
  • Die Kilometer. Die Leasingrate gilt für eine vereinbarte Fahrleistung. Jeder Kilometer darüber wird nachberechnet, üblich sind einige Cent pro Kilometer. Wer regelmäßig deutlich mehr fährt, sollte das aufschlagen, bevor er vergleicht.
  • Der Zinssatz. Eine Null-Prozent-Finanzierung kippt den Vergleich sofort zugunsten des Kaufs – dann kostet er nur noch den Wertverlust. Umgekehrt sind subventionierte Leasingaktionen der Hersteller manchmal günstiger als jede Finanzierung.
  • Die Steuer. Für Selbstständige und Firmen gelten andere Regeln: Leasingraten sind in der Regel sofort Betriebsausgabe, ein gekauftes Fahrzeug wird über Jahre abgeschrieben. Dieser Rechner vergleicht die reinen Zahlungen, nicht die steuerliche Wirkung.

Was der Rechner bewusst weglässt

Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung, Reifen und Sprit stehen nicht in der Rechnung. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil sie bei beiden Wegen anfallen und sich beim Vergleich gegenseitig aufheben. Wer die vollen Kosten pro Kilometer wissen will, rechnet sie separat obendrauf.

Ebenfalls nicht enthalten: Was das Eigenkapital gebracht hätte, wenn es auf dem Konto geblieben wäre. Wer das mitrechnen möchte, setzt das Eigenkapital auf 0 und trägt beim Sollzins ein, was das Geld sonst erwirtschaftet hätte – dann steht auf der Kaufseite der volle Kapitaleinsatz mit seinem Preis.

Und schließlich: Wartungspakete, Garantieverlängerungen und Rückgabeschäden. Beim Leasing ist die Rückgabe der Moment, in dem aus kleinen Kratzern eine Rechnung wird; beim Kauf ist es der Verkauf, in dem aus ihnen ein Preisnachlass wird. Beides lässt sich vorher nicht beziffern.

Häufige Fragen

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig lokal in deinem Browser, es werden keine Daten an einen Server übertragen.

Ist Leasing oder Kaufen günstiger?

Das hängt vor allem an zwei Zahlen: dem Restwert und der Haltedauer. Über die Laufzeit eines Leasingvertrags liegen beide Wege oft nur wenige hundert Euro auseinander. Wer den Wagen danach weiterfährt, fährt mit dem Kauf klar günstiger, weil dann nur noch der immer kleiner werdende Wertverlust anfällt. Wer alle drei Jahre ein neues Auto will, zahlt beim Kauf denselben starken Anfangswertverlust wie beim Leasing – dann entscheidet allein das Angebot.

Warum steht der Kaufpreis nicht als Kosten in der Rechnung?

Weil er keine sind. Wer 32.000 € bezahlt, hat das Geld nicht ausgegeben, sondern getauscht – gegen ein Auto, das nach drei Jahren noch 18.000 € wert ist. Gekostet hat der Kauf die Differenz, also 14.000 € Wertverlust, plus die Zinsen der Finanzierung. Nur so lässt er sich mit einem Leasing vergleichen, bei dem am Ende nichts übrig bleibt.

Welchen Restwert soll ich eintragen?

Einen Anhaltspunkt liefern Gebrauchtwagenportale: Suche dasselbe Modell mit dem Baujahr, das dein Wagen nach der Laufzeit hätte, und der Laufleistung, die du bis dahin erreichst. Grobe Faustregel für Neuwagen: nach drei Jahren 55 bis 60 % des Kaufpreises, nach fünf Jahren 40 bis 45 %. Bei stark nachgefragten Modellen liegt der Wert höher, bei Nischenmodellen und großen Motoren deutlich darunter.

Was ist die Schlussrate und wann trage ich sie ein?

Nur beim Restwertleasing oder einem Leasing mit Kaufoption. Dort kannst du den Wagen am Ende zu einem vorher festgelegten Betrag übernehmen. Trägst du eine Schlussrate ein, rechnet der Rechner damit, dass der Wagen danach dir gehört, und zieht den Restwert auch auf der Leasingseite ab. Beim üblichen Kilometerleasing, bei dem du das Auto zurückgibst, bleibt das Feld auf 0.

Rechnet das Tool mit dem Sollzins oder dem effektiven Jahreszins?

Mit dem Sollzins, den du eingibst, geteilt durch zwölf. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich Gebühren und liegt bei manchen Angeboten etwas höher. Wer auf Nummer sicher gehen will, trägt den Effektivzins ein – das Ergebnis fällt dann geringfügig zugunsten des Leasings aus.

Gilt der Vergleich auch für Firmenwagen?

Die Zahlungen ja, die steuerliche Wirkung nicht. Leasingraten sind für Unternehmen in der Regel sofort als Betriebsausgabe absetzbar, ein gekauftes Fahrzeug wird dagegen über sechs Jahre abgeschrieben. Das verschiebt den Liquiditätsvorteil oft in Richtung Leasing, ohne dass sich an den hier gerechneten Gesamtkosten etwas ändert. Für die steuerliche Seite ist der Steuerberater die richtige Adresse.